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Das Banater Bergland

Kleiner geschichtlicher Überblick

Funde aus der Bronzezeit zeigen, dass in diesem Gebiet schon sehr früh Bergbau betrieben wurde. Die Römer, die unter Kaiser Trajan (98 - 117) in das Land einfielen und die dort ansässigen Daker, ein trakisches Volk besiegten, zeigten große Fertigkeit bei der Gewinnung und Bearbeitung der Bodenschätze. In Bersovis, heute Bersovia, gründeten sie sogar eine Schule für Metallbearbeitung, genannt “Schola fabrorum.”                          Von 1554 bis 1718 lag das Gebiet unter türkischer Herrschaft. Die Türken zeigten wenig Interesse am Bergbau. Nach deren Vertreibung und dem Friedensschluß von Passarowitz wurde das Banat der Österreich- Ungarischen Monarchie angegliedert und von der Wiener Hofkammer bis 1918 verwaltet. In diesen 200 Jahren erlebte der Bergbau einen großen Aufschwung                                                                                   Nach dem Abzug der Türken war das Banat fast menschenleer. Unter Graf Mercy, der zum Gouverneur ernannt worden war, begann die Besiedlung des Landes. Die ersten Kolonisten des Banater-Berglandes waren fast ausschließlich Spezialisten. Es waren Facharbeiter aus der Steiermark, aus Tirol, aus Bömen u.a., die die Industrie aufbauen sollten. Im Bereich von Dognecea und Ocna de Fier wurden die alten Gruben aufgewältigt und neue erschlossen. So wurde im Jahre 1720 mit dem Erzabbau in Dognecea in den Gruben Johanni und Josephi begonnen. Später kam dann auch das Gebiet von Ocna de Fier hinzu.

Die Lagerstätten und der Bergbau

Die kontaktmetamorphen Lagerstätten der banater Berge ziehen sich, von kleinen Unterbrechungen abgesehen, von Oca de Fier bis Moldova-Noua hin. Sie entstanden durch den Kontakt von Dioritintrusionen mit den dortigen Oberkreide-Kalken. Durch Metasomatose bildeten sich reichhaltige Erzkörper von Eisen-, Kupfer-, Blei und Zinkerzen. Die Erzgänge erreichten hier eine Ausdehnung bis zu 150 Meter und eine Mächtigkeit zwischen 2 bis 40 Meter. Die Kupfer-, Blei- und Zinkerze wurden hauptsächlich in der Umgebung von Dgnecea abgebaut und wurden dort auch weiter verarbeitet. Der erste Kupferschmelzofen wurde bereits im Jahre 1721 errichtet. Laut Schätzung des Bergingenieurs Ignatz von Born (1774) war die Kupfererzförderung  der dortigen Grube Simon-Juda die damals reichhaltigste Europas. Bei der Aufbereitung der Bleierze wurden beachtliche Anteile an Silber wie auch einige Gramm Gold je Tonne gewonnen.                                                                  Gold wurde in diesem Gebiet schon von den Dakern und Römern abgebaut. Dafür zeugen die noch heute gut erhaltenen Stollen jener Zeit. Der Abbau der Goldader im “Wolfganger Gebirge” zog sich bis in das Mittelalter hin. Im 18. und 19.Jahrhunder wurde die Suche nach dem edlen Metall verstärkt aufgenommen, musste aber dann wegen Unrentabilität aufgegeben werden.                                                                                              

Mineralien aus dem Banater Bergland

Dognecea und Ocna de Fier

Quarz-Kristalle

Granate

Erz-Mineralien

Carbonate

siehe auch Lapis Nr.4/93, Seite 21 bis 25

leider mit z.T. falscher Beschriftung, ein Fehler des Verlags.

letzte Änderund Sept. 2010

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